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Kurvenreich durch die Heimat
von Alp-Öhi und Geißenpeter
Schweiz im August 2009
von Gisela Meyer
Die Schweizer Berge haben es uns angetan und wir starten, diesmal bepackt mit
unseren Kindern (ihre Fahrräder und die BMW auf dem Hänger), nach Savognin in
Graubünden.
Neben unserem Cube-Hotel befindet sich direkt die Gondel mit welcher die Kinder
mitsamt ihren Rädern den Berg erklimmen um dann downhill das Gelände zu
erkunden.
Wir lassen unsere erste Motorradtour langsam angehen und fahren über den
Julierpass (2284) nach St Moritz dann weiter über den Flüelapass (2383) nach
Davos und Klosters.
Am Abend studieren wir noch im Internet und entdecken dort den Passo di
Mortirolo.
Er ist ein in offiziellen Karten kaum eingezeichneter ehemaliger Militärpfad,
der das Veltin mit dem oberen Val Camónica verbindet und offiziell nicht
durchgängig befahrbar ist. Das reizt uns natürlich und wir bauen diesen Pass in
unsere Tour für den nächsten
Tag mit ein.
Los geht es über Julier-, Berninapass (2330) und Forcola de Livignio (2315) in
den gleichnamigen Ort Livignio (wo man zollfrei einkaufen kann).
Weiter über den Passo d´Eira (2211) und Passo del Foscagno (2291) nach Bormio.
Wir überqueren den Gaviapass (2618) und fahren nach Monno.
Dort ist die Abzweigung zu dem mit Spannung erwarteten Passo di Mortirolo
(1852). Die Straße ist wie schon beim Gavipass sehr eng und mit steilen Kehren.
Oben angekommen sehen wir aber kein „Durchfahrt-Verboten-Schild“ und fahren
deshalb weiter. Das Gefälle beträgt teilweise über 20% und wir kommen nach 35
Kehren tatsächlich in Mazza di Valtellina raus.
Über Tirano, den Bernina und Julier geht es zurück nach Savognin.
Die nächste Tour beginnen wir über die Via Mala Schlucht am Hinterrhein und
machen einen Abstecher über den St. Bernardino Pass (2065) und wieder zurück,
da wir ja nach Chiavenna wollen und dieser Weg über den Splügenpass (2284)
führt.
Auf der Passhöhe ist die Grenze zwischen der Schweiz und Italien.
Die Abfahrt in den Süden geht durch das wunderschöne Val San Giacomo wobei auf
einer Strecke von ca. 30 km ein Höhenunterschied von 1800 m zu überwinden ist.
Die sehr engen und zahlreichen Kehren befinden sich teilweise in Tunnels und wir
haben das Gefühl, dass die Passstraße nie enden will.
Wer diesen Pass noch nicht gefahren hat, sollte es unbedingt mal tun.
Endlich in Chiavenna angekommen schlagen uns 33 Grad Hitze ins Gesicht. Das ist
Roland eindeutig zuviel Wärme. Deshalb schnell noch was zum Trinken kaufen, rauf
aufs „Mutterschiff“ und über den Malojapass (1815) zurück in kühlere Lüfte.
Am nächsten Tag gönnen wir der BMW und unserem Sitzfleisch mal eine Pause und
fahren mit dem Auto nach Arosa. Es dauert nicht lange und wir bereuen diese
Fahrzeugwahl. Kurven, Kurven, Kurven - wie beim Slalom - und das mit dem Benz?
Na ja kann man nichts mehr dran ändern.
Aber wir haben ja noch einen Tag und da geht’s wieder aufs Moped.
Auch der Albulapass (2312) muss noch herhalten. Wir erreichen ihn über
Tiefencastel und fahren dann weiter über den Bernina noch mal nach Livignio,
denn
Roland ließ sich zu einem Einkaufsbummel überreden!!!!
Wir verlassen das Tal über den Passo Gallo (1805) und durch den Munt la Scherat
Tunnel. Zurück am Albula verabschieden wir uns von den traumhaften Tagen in
Graubünden.
Mit unserem Zigeunergespann geht es jetzt weiter nach Wilderswil (Interlaken).
Wir fahren mit der Berner Oberland- und Jungfraubahn auf das Jungfraujoch,
Kleine und Große Scheidegg, Schynige Platte Wengen und Grindelwald.
Nach 7 Tagen in Graubünden und 5 Tagen Eiger, Mönch und Jungfrau ist der Urlaub
leider vorbei und wir nehmen viele phantastische Eindrücke (und Bilder) von der
Schweiz mit nach Hause.
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